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Muskelriß
Plötzliche, besonders starke Anspannung eines Muskels kann zu einem Einriß des Muskelgewebes führen. Der Betroffene fühlt dabei einen plötzlichen Schmerz wie durch einen Peitschenschlag. Weiteres Gehen z.B. ist sogleich stark behindert. Nach ein oder zwei Tagen zeigt sich unterhalb der Muskelrißstelle eine Blutunterlaufung der Haut (weil die Rißstelle blutete und das Blut dann im Unterhautgewebe etwas heruntergelaufen ist, bis es nun durch die Haut hindurchscheint). Ein Muskeleinriß, z. B. in der Wadenmus kulatur, bedarf der Ruhigstellung des betroffenen Muskels durch einen Verband, damit die auseinandergerissenen Gewebsteile wieder verheilen können. Anschließend ’ sorgt eine Massagebehandlung dafür, dass der inzwischen zwangsläufig zur Ruhe verurteilte Muskel möglichst schnell wieder seine ursprüngliche Elastizität zurückgewinnt. Eine operative Versorgung eines Muskelrisses ist nur in den Fällen notwendig, in denen etwa bei einem Unfall ein Muskel infolge äußerer Gewalteinwirkung ganz oder zum großen Teil durchgerissen ist. Im Gegensatz hierzu spricht man von einem Muskelbruch, wenn die sehnige Hülle eines Muskels zerreißt und der Muskel durch diese Lücke hindurchtritt.
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